Widerstand: Wieder stand ich allein da...

Wie aus dem einfachen Plan, sein Haus zu verkaufen, ein ausuferndes Großprojekt werden kann. Welche Aspekte vor Beginn der Verkaufsphase beachtet werden sollten.

Wer sich den Standards und Regeln des Marktes nicht beugen möchte, hat es schwer. Außenseiter und Querköpfe sind in einem regulierten Wettbewerb nicht gern gesehen und werden ausgegrenzt. Der Immobilienmarkt bildet hier keine Ausnahme: Wer sein Wohneigentum veräußern möchte, soll sich – so will es ein ungeschriebenes Gesetz – an einen Makler wenden und den Preis dafür bezahlen.
  

Da auf den großen Immobilien-Portalen nur wenige echte private Angebote zu finden sind, vermute ich, dass die meisten Besitzer mit Verkaufsabsichten sich nicht gern in diesem Haifischbecken tummeln. Es kann aber auch sein, dass viele es zuerst auf eigene Faust probieren und dann frühzeitig von rigiden Maklern in den „regulären“ Markt überführt werden, damit der Eindruck bestehen bleibt, dass dieses Metier zu vielschichtig und speziell ist, um Eigentümern mit „nebenberuflichen“ Verkaufsabsichten eine Chance zu bieten. 

Dieses Buch soll Besitzern Mut machen, die Vermarktung trotz des Drucks, den die Platzhirsche ausüben, in die eigene Hand zu nehmen. Es soll aber auch helfen zu entscheiden, wann ein Makler vielleicht doch die passendere Wahl ist. In dem Fall kann dieses Buch Sie unterstützen, zwischen den vielen schwarzen Schafen den einen vorbildlichen Vertreter seiner Zunft zu finden und seine Arbeit einschätzen oder schätzen zu lernen…